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Rehabilitation in sports. Achilles tendon rupture. Serios injury in badminton.

Rehabilitation in sports. Achilles tendon rupture. Serios injury in badminton.


Sport- und Gesundheitsförderungskomplex und medizinisches Zentrum DEMA (www.dema-med.ru) Sozonovs Heldentat
Vom Chirurgen auf den Court Ivan Sozonov
Europameister. Sieger eines Turniers der BWF Super Series 2016 Zum Badminton hat mich mein Vater gebracht, als ich 6 Jahre alt war. Er hat selbst auf dem Amateurniveau gespielt. Er hat sehr viele Sportarten getrieben, unter anderem Badminton, und nun hat er angefangen, mich in die Spielhalle mitzunehmen. Er hat mir einen Schläger gegeben. Zunächst war das natürlich eher ein Kinderspiel, ein Zeitvertrieb. Dann hat er aber allmählig angefangen, mich auf den Court zu stellen, und gesehen, dass ich bestimmte Erfolge vorzuweisen hatte… Danach ging es weiter aufwärts. Das wurde zu meiner Berufung. Das ist die schnellste Sportart. Die Geschwindigkeit des Federballs in der Anfangsphase seiner Bewegung kann bis zu 493 Stundenkilometer betragen. Das ist das schnellste Sportgerät. Um mit so einer Geschwindigkeit klarzukommen, braucht man gut vorbereitete Muskeln und eine ganz hohe Startgeschwindigkeit. Man muss gut koordiniert sein, eine gute Geschwindigkeitsausdauer haben. Natürlich führt das alles dazu, dass die Sportler viel trainieren müssen. Sie arbeiten nicht nur an der Technik ihrer Schläge, um die Federbälle bei solchen Geschwindigkeiten richtig zu treffen, sondern in erster Reihe daran, dass sie diesen Belastungen standhalten können. Und nun ist es wohl passend, über unser stärkstes Paar zu erzählen, über Ivanov und Sozonov. Es gibt drei Wettbewerbe, bei denen jeder Badmintonspieler in seinem Leben siegen möchte: die Olympischen Spiele, die Weltmeisterschaft und das «All England». Eines dieser Ziele wurde dieses Jahr erreicht. Das ganze Jahr war natürlich sehr schwer, das war das Jahr der Qualifikation zu den Olympischen Spielen. Das ist so etwas wie einen Marathonlauf zu absolvieren. Man muss an ganz vielen Wettbewerben teilnehmen. Das führt zu einer bestimmten Sonderbelastung der Sportler. Wir müssen für all das bereit sein, deshalb ist die physische Vorbereitung sehr wichtig. Natürlich gibt es bestimmte Nachteile in unserer Sportart, aber ich bereue kein Bisschen, dass ich sie gewählt habe. Vielleicht ist unsere Sportart in Russland nicht so wichtig wie in anderen Ländern. Ich habe aber gesehen, wie wir in Asien, in Dänemark, in England begrüßt wurden, wie Leute diese Sportart lieben. Sie kommen zu den Spielen, schauen sie sich an, feuern die Spieler an. Wenn du in diese Atmosphäre eintauchst, ist das ein unbeschreibliches Gefühl. Das steht in Nichts solchen Sportarten wie Fußball oder Eishockey nach. Die Atmosphäre auf den Tribünen ist die gleiche. Leider aber nicht bei uns in Russland. In diesem Jahr haben wir uns für die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro qualifiziert. Wir sind zu der Europameisterschaft gekommen. Dann kam diese ernsthafte Verletzung von Ivan Sozonov. Wir hatten bereits Hoffnungen auf olympische Medaillen in Rio. Dieser Wettbewerb begann am 25. April. Während des Halbfinalspiels, als wir um den Einzug ins Finale spielten, ist Ivan im dritten Satz gesprungen und konnte leider nicht mehr richtig landen, weil er sich die Achillessehne gerissen hat. Während des Halbfinalspiels, als wir um den Einzug ins Finale spielten, ist Ivan im dritten Satz gesprungen und konnte leider nicht mehr richtig landen, weil er sich die Achillessehne gerissen hat. Es hat uns allen stark geschmerzt, allen Zuschauern, allen Leuten, die mit der Nationalmannschaft arbeiten. Ich kann ihnen sogar sagen, dass viele Europäer traurig wurden, weil man gedacht hatte, Europa wäre bei den Olympischen Spielen durch ein so starkes Paar vertreten gewesen. Jedes Gelenk, sei es das Knie, die Schulter, die Wirbelsäule, das Sprunggelenk, die Achillessehne, steht in unserer Sportart unter Gefahr, denn die Bewegungen sind sehr dynamisch, man muss viel springen… Bei dieser Sportart wird viel Energie verbraucht. Der Organismus kommt mit diesen Belastungen manchmal nicht klar, was zu einer schweren Verletzung führen kann. Der erste Gedanke war: «Wo ist mein Fuß, wo ist er verschwunden?» Ich stand ein wenig unter Schock. Es hat nicht so wehgetan, wie ich früher gedacht hatte. Das war eher ein Schockzustand, weil ich auf den Fuß trat und die Ferse gar nicht spürte. Mein Bein endete in der Mitte des Schienbeins Das war ein Schock für mich Ich habe zunächst gedacht, die Verletzung wäre gar nicht so ernst gewesen: Ich hatte immer gedacht, dass wenn die Achillessehne gerissen wird, man höllische Schmerzen hat und auf den Fuß nicht treten und an nichts anderes denken kann. Ich aber bin aufgestanden, habe mit dem Fuß gedreht und gedacht: «Gut, es tut weh, ist aber nichts Schreckliches.» Später hat man mir dann gesagt, dass das ein Riss war. Das ist Sport. Niemand ist vor so etwas sicher. Schwere Verletzungen kann man sich auch auf dem höchsten Niveau zuziehen. Ich bin weder der erste noch der letzte, viele Sportler mussten das durchleben. Das ist eine normale Arbeitssituation. Was mich in Sozonov beeindruckt, ist seine Konzentrationsfähigkeit auf dem Court. Er verwandelt sich in einen sechs- oder achthändigen Buddha, wie ich das nenne. Er spürt mit einem sechsten oder siebten Sinn, wohin der Federball fliegen wird, und kann ihn zurückschlagen. Im gewöhnlichen Leben ist er nicht so konzentriert. Er kann sich erlauben, etwas zu vergessen, seine Brille im Bus liegen zu lassen. Wenn er aber auf den Court kommt, ändert er sich von Grund aus. Er wird zu einem ganz anderen Menschen. Als er sich diese Verletzung zuzog, befand ich mich in der Nähe des Courts und habe irgendwie sofort gespürt, dass das ein Riss der Achillessehne war. Wir hatten gleich ein Telefonat mit einem der besten Fachleute Herrn Prof. Raschke aus der deutschen Stadt Münster. Da gibt es eine der ältesten medizinischen Schulen in Deutschland. Seine Spezialität sind die Sportverletzungen, Risse der Achillessehne. Aus Frankreich haben wir Ivan in die Klinik gebracht, wo er ein paar Tage später operiert wurde. Dabei wurde mitberücksichtigt, dass er ein Profisportler war und dass er auch weiter berufsmäßig Sport treiben wollte. Das war also eine besondere Operation mit einer entsprechenden Verstärkung der Achillessehne. Es kamen die ersten Fragen. Es war klar, dass er gesund wird, operiert wird, dass er sich wieder rehabilitiert, aber ob er das rechzeitig zu den Olympischen Spielen schafft – das war die Hauptfrage. Unser Arzt hat die Richtung gleich vorgegeben. Ich wurde in Deutschland operiert, und zwar ganz schnell, wofür ich der Föderation und unserem Arzt sehr dankbar bin. Für mich war das eine angenehme Überraschung, dass alles so gut und auf dem höchsten Niveau gemacht wurde. Das hat mir natürlich sehr geholfen, denn ich konnte wissen, dass da bei mir alles in Ordnung ist und ich lediglich Zeit brauche, um auf den Court zurückzukehren. Ich brauche Geduld, ich muss das volle Programm sorgfältig abarbeiten. Die psychologische Stimmung ist einer der wichtigsten Faktoren: Man kann mit guten Fachleuten arbeiten, den Traumatologen und Rehabilitologen, aber wenn der Sportler des Erfolges nicht sicher ist, wenn er ihn nicht will, können wir ihn dazu nicht zwingen. Dann gibt es eben keinen Erfolg. Ivan ist aber ein Profisportler, und die Olympischen Spiele sind der Höhepunkt der sportlichen Laufbahn, deshalb ist es verständlich, dass er alles gemacht hat, um sich vorzubereiten und diese Zeit für die Rehabilitation gut zu nutzen. In meiner Trainerlaufbahn hat es solche Situationen bereits gegeben, dass die Spieler sich die Achillessehne gerissen haben. Die Rehabilitation verläuft unterschiedlich, denn alles ist dabei vom Spieler abhängig: welches Niveau er hat, was für eine Verletzung das ist (es gibt unterschiedlich Stellen, an denen die Sehne reißen kann). Im Prinzip konnten die Spieler innerhalb eines halben Jahres genesen. Wir hatten aber kein halbes Jahr, das war das Problem. Man muss ein spezielles Ernährungsregime und Trainingsregime einhalten und natürlich auch mit dem Schläger trainieren. Denn das Federballgefühl ist bei solchen Geschwindigkeiten sehr wichtig. Mit dem Komplex all dieser Maßnahmen sind wir im Moment beschäftigt. Der Hauptwettbewerb sind die Olympischen Spiele: An anderen Wettbewerben werden wir noch oftmals teilnehmen, die Olympischen Spiele finden aber leider nicht so oft statt. Ich glaube, wir schaffen es. Wir tun alles, damit ich mich fachkundig rehabilitiere. Ich arbeite noch nicht mit größeren Belastungen auf die Sehne. Alle anderen Muskelgruppen werden im Tonus gehalten, damit sie, wenn es mir der Fuß zulässt, die Bewegungen mit voller Amplitude durchzuführen, bereit sind und ich mir keine weitere Verletzung zuziehe. Momentan legen wir den Fokus auf die gesunden Körperteile. In diesem Zentrum sind alle Übungsgeräte für die wichtigsten Muskelgruppen gesammelt. Man legt hier natürlich einen großen Wert auf die Rehabilitation des Rückens. Dazu gibt es viele Übungen. Die meisten Leute, die sich hier melden, haben Probleme mit dem Rücken oder beugen anderen Verletzungen vor. Hier gibt es alles, damit man sich gut in Form halten kann. Die Instrukteure sind sehr kompetent, sie können auch fachgerecht Massage geben. Sie haben auch gute Kenntnisse in Anatomie und Physiologie. Sie wissen, welche Muskelgruppen in jeder Übung eingesetzt werden, die hilft, Verletzungen oder Defekte des Organismus zu beseitigen. Ich bin als Coach ganz zufrieden mit Ivans Rehabilitation. Alles läuft etwas schneller als geplant. Ich hoffe, dass wir uns auf die Olympischen Spiele doch vorbereiten und dass wir nicht starten, um die ganze Zeit nur auf dem Court zu stehen, sondern um ein gutes Spiel zu zeigen. Was Ivan gemacht hat ist eine Folge seiner Mühe und seiner Einstimmung, denn das war eine sehr ernsthafte Verletzung. Es ist sehr schwer, sich zu überwinden, wenn man sich sozusagen aus dem Nichts heraus die Achillessehne gerissen hat. Es ist klar, man hat dann jedes Mal danach Angst, einen Schritt zu machen. Er hat sich aber überwunden, er hat die Rehabilitationshalle besucht und trotz der Schmerzen die Übungen gemacht. Es ist klar, dass er uns vertraut hat, trotzdem hat jede Übung auch Schmerzen bedeutet. Er hat diese Schmerzen überwunden und hach dem Sieg gestrebt. Es sind einige Tage seit den Olympischen Spielen vergangen, und wir können das Fazit aus unserer Arbeit und dem Auftritt unserer Nationalmannschaft und speziell aus Ivans Auftritt ziehen. Meiner Meinung nach ist der Auftritt gelungen. Wir haben den sehr wichtigen Match gegen Taipei gewonnen Danach hatten wir einen schwierigen Match gegen Australien. Der dritte Match war gegen das Paar Nummer eins in der Weltrangliste aus Korea. Wir haben ein würdiges Spiel gezeigt und haben auch gewonnen. Als Ivan das erste Spiel begann, waren Spieler, Ärzte, Coaches der Auswahlmannschaften anderer Länder gekommen. Viele Sportfunktionäre waren da, sowie aus der Russischen Föderation als auch internationale. Sehr viele Journalisten waren anwesend. Keiner hatte geglaubt, dass Ivan hätte auftreten können, dass er auf den Court gekommen wäre. Nichtsdestotrotz sind wir nicht nur gekommen, sondern haben ein sehr gutes Spiel gezeigt, und wir haben gegen das Paar gewonnen, das unter den ersten Zehn ist. Es gab natürlich Erwartungen, wir hofften, dass Ivan bei den Olympischen Spielen auftreten würde. Das war unser höchstes Ziel, dass er würdig auftritt. Es ist klar, dass das, was wir bei den Olympischen Spielen gezeigt haben, alle unsere Erwartungen übertroffen hat. Noch etwa zehn Tage vor den Spielen hatten wir noch Zweifel, wie hätte er aufgetreten, wie hätte sich sein Fuß verhalten. Alle Spiele aber, die wir bei den Olympischen Spielen absolviert haben, haben gezeigt, dass wir alles auf dem höchsten Niveau gemacht haben und es wenig Leute auf der Welt gibt, die so etwas machen könnten. Bei den Olympischen Spielen war alles nicht so einfach. Bis zum endgültigen Ende der Rehabilitation dauert es noch ein paar Monate. Deshalb ist meine Schätzung, dass sich Ivans Fuß vor den Olympischen Spielen auf etwa 85% rehabilitiert hat. Man sollte Ivan alle Achtung geben, dass er sich nichtsdestotrotz psychologisch sehr gut auf die Spiele vorbereitet hat. Meiner Meinung nach ist er geistig und psychologisch reifer geworden. Er hat dabei auch ganz anders gespielt als vor der Verletzung. All die Erkenntnisse, die wir durch unsere Arbeit mit Ivan gewonnen haben, sind wir bereit, mit allen Fachleuten im Bereich der sportlichen Rehabilitation, Ärzten und Trainern zu teilen, damit die Sportler nicht leiden müssen und, falls solche Verletzungen auftreten, möglichst schnell zurück auf den Court, auf das Stadion kommen und uns mit ihren Ergebnissen freuen.

Comments (2)

  1. Супер! Молодцы!

  2. Sir how many months it took to recover

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